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»Was macht ihr, wenn euch jemand nach dem Weg fragt? Was sind gute, was sind schlechte Geheimnisse?« Sanne Eisenbeiß vom Kehler Verein Leuchtfeuer sensibilisierte Viertklässler der Grundschule Leutesheim zum Thema sexueller Missbrauch.

 

Es ist Freitagmorgen, erste Stunde an der Leutesheimer Grundschule. Die 17 Schülerinnen und Schüler der 4a erwarteten gespannt den heutigen Vortrag. Es geht um sexuelle Gewalt an Kindern. Sanne Eisenbeiß, Erzieherin in Kehl und Mitglied im Kehler Verein »Leuchtfeuer« war gekommen, um die Kinder zu diesem Thema schrittweise aufzuklären.

»Was für Küsse kennt ihr«, fragte Eisenbeiß. Sie unterschied‘ für das Kindesalter in ›gute‹ und ›schlechte‹ Küsse. Der Zungenkuss bekam in die Rubrik »schlecht« und sollte daher frühestens im Teenager-Alter zum Vorschein kommen. Obendrein erntete er von den jungen Zuhörern unüberhörbares »bäääh!«, gefolgt von lautem Gekicher. Doch das Thema ist ernst. Kinder im Grundschulalter für sexuelle Übergriffe und Missbrauch zu sensibilisieren, ohne ihnen Angst zu machen - das ist eine heikle Aufgabe.

Eisenbeiß belehrte die Kinder, Mut zu haben. Hier ein Küsschen, dort ein »Bussi auf’s Backi« muss nicht immer sein. »Ihr müsst nicht alles mit euch machen lassen«, sagte die Erzieherin und belehrte sie, sich zu trauen, auch mal »Nein« zu sagen. Die Grundschüler durften laut Reih‘ um »Nein« rufen.

Die Schüler erfuhren obendrein, wie wichtig es ist, sich »schlechte« Geheimnisse zu entledigen. Es ist wichtig, eine Person zu haben, mit der man über solche Geheimnisse reden kann. Der Verein Leuchtfeuer hat in Kehl eine Beratungsstelle, bei der Kinder und Erwachsene in Not jederzeit anrufen können.



Sanne Eisenbeiß vom Kehler Verein »Leuchtfeuer« belehrt in der Grundschule Leutesheim die Kinder der 4a über sexuelle Gewalt. Foto: Marco Karch